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ILEK Chicago Exkursion – Tag 7
Am 7. Tag unserer Exkursion haben wir uns im Millennium Park, getroffen. Der Park, der ursprünglich als Rangierbahnhof genutzt wurde, ist heutzutage vor allem bekannt durch den Jay Pritzker Musikpavillon von Frank Gehry und die "Bohne", eine auf hochglanzpolierte Edelstahlskulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die den offiziellen Namen "Cloud Gate" trägt. Nach der Besichtigung des Parks und eine kurzen Mittagspause haben wir uns dann auf den langen Weg zur Northwestern University gemacht. Die Universität ist wie unsere Universität in Stuttgart in zwei Teile gespalten. Ein Teil befindet sich in der Innenstadt in der Nähe des Chicago River und ein Teil nördlich von Chicago im Vorort Evanston, zu dem wir unterwegs waren. Wir waren an diesem Tag zu einem Symposium eingeladen, bei dem neben unseren Betreuern vom ILEK auch Eric Keune von SOM, Thomas Mozina von Perkins + Will, Tom Jacobs von Krueck + Sexton und Laurence Booth von Booth Hansen Vorträge über Chicagos Hochhäuser, Innovationen im Leicht- und/oder Hochhausbau und diverse andere Themen hielten. Nach dem Symposium durften wir an einem Dinner im Cohen Commons Saal der Universität teilnehmen und hatten die Möglichkeit uns mit den verschiedenen anwesenden Professoren der NWU und den Architekten auszutauschen. Nach diesem sehr herzlichen Abend hat sich ein Teil der Gruppe entschlossen noch auf einen Absacker die Signature Lounge (eine Skybar im 96. Stock des John Hancock Center) zu besuchen, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das nächtliche Chicago und auf den Lake Michigan hatte.  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten. Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

27.01.2017

Strukturelle Effizienz des Industriebaues: Stahl

Ende des Jahres 2017 jährt sich der Todestag Albert Kahns zum 75. Mal. Um diesen Jahrestag herum finden an der MSA, Münster School of Architecture, unter der fachlichen Leitung von Prof. Jürgen Reichardt, Prof. Thorsten Büklin und dem Filmregisseur Dieter Marcello eine erste Veranstaltung vom 06.02.17 bis 11.02.17, mit Vorträgen, Ausstellungen sowie Foto-Film-Videopräsentationen statt.

Albert Kahn ist der wohl bedeutendste Industriearchitekt des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Fabrik für Fords T-Modell, entworfen für die Massenfertigung nach Taylors „Prinzip der rationalen Organisation“, stand er am Anfang der modernen Industrie. Das Erscheinungsbild seiner Industriehallen begeisterte die Architekten der europäischen Moderne. Über sie wurde die strukturelle Rationalität von Kahns Industrieanlagen vorbildgebend für das Neue Bauen bis in die heutige Zeit. Hervorzuheben ist der Einklang von konstruktiver struktureller Effizienz und hoher ästhetische Qualität seiner weitgespannten Hallenräume in Stahlfachwerk, bemerkenswert ebenso die tiefgreifende ganzheitliche Systematisierung der Arbeit in seinem Büro, die in kürzester Zeit zur vollendeten Realisierung von über 1500 Fabriken führte.

Neben diesen konstruktiven, gestalterischen und organisatorischen Aspekten muss auf die eminente Bedeutung Albert Kahns vor und während des 2. Weltkriegs hingewiesen werden. Kahn, 1869 in Rhaunen (Rheinland-Pfalz) als Sohn eines Rabbiners geboren, im Alter von 11 Jahren mit der Familie nach Detroit ausgewandert, wurde zum prägenden Architekten der aufstrebenden Auto- und der Flugzeugindustrie in den USA – und der Sowjetunion, wo er im Rahmen des 1. Fünf-Jahresplans über 500 Fabrikkomplexe baute. So kamen im zweiten Weltkrieg zwei Drittel des Kriegsmaterials der Alliierten (Fahrzeuge, Panzer, Flugzeuge und Schiffsantriebe) für den Krieg gegen Deutschland und Japan aus den von ihm und seinem Büros entworfenen Fabriken.

Jürgen Reichardt, Thorsten Bürklin und Dieter Marcello ist es ein Anliegen, zum 75. Todesjahr Albert Kahns dessen vielfältige Impulse für die Entwicklung der modernen (Industrie) Architektur einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen. Zu diesem Zweck werden unter Vorbereitung und Verbreitung u.a. durch kulturelle Netzwerke im Jahr 2017 mehrtägige Veranstaltungen sowie eintägige Symposien an verschiedenen Orten in Deutschland und USA mit Vorträgen, Foto-Film- und Videopräsentationen, virtuellen 3D-Modelle der Stahltragwerke Kahns mit tiefenillusionistischen Eindrücken in die Architektur der Montagehallen, sowie die Ausstellung grossmasstäblicher Modelle der Stahlhallen stattfinden. Hierbei sollen historische Bezüge, aber auch bis in die Gegenwart reichende Aspekte aufgezeigt werden, ein Buchprojekt wird abschliessend die verschieden Beiträge zusammenfassen.

Mehr Informationen zu Programm und Ausstellung hier.


Ford Glass plant, River Rouge, A. Kahn,
photo courtesy of the Albert Kahn Family of Companies

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