Rafael S.
Werte-Schützer
Stahlbau Verlag Shop

ILEK Chicago Exkursion - Hochhausentwürfe
Die Eindrücke, die die Studierenden auf der Reise gesammelt haben und die daraus enstandenen Hochhausentwürfe findet ihr zusammengefasst in dem PDF anbei. Wir freuen uns über jede Einreichung aus den Arbeiten sowie über Einreichungen anderer Studierender zu unserem nächsten Förderpreis. 20170628_reader_ILEK_final  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Wahlprüfsteine 2017 Fachkräftemangel

In Deutschland werden Bauingenieure in vielen verschiedenen Fachbereichen dringend gesucht. Auch im Stahlbau gibt es eine große Nachfrage nach fähigen Ingenieuren. Wir sind für die Förderung des Technikinteresses und sehen die Ingenieurswissenschaften als wichtige Basis für den Erhalt und Ausbau unserer baulichen Infrastruktur im Land. Aktuell stellen wir eine große Nachfrage an Ingenieuren für den Bereich Brückenbau fest, die nicht bedient wird.

F1. Wo sehen Sie auf staatlicher Ebene Verbesserungsbedarf bei der Förderung der Beliebtheit des Berufswunsches „Bauingenieur“ in den heranwachsenden Generationen?

CDU/CSU

CDU und CSU setzen sich mit Nachdruck für die Stärkung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sowie für den MINT-Fachkräftenachwuchs ein. Wir wollen die MINT-Bildung von früher Kindheit an kontinuierlich und nachhaltig im Lebenslauf adressieren. Dazu unterstützen wir den Aufbau eines bundesweiten MINT-E-Portals in Zusammenarbeit von Bund, Ländern und den maßgeblichen Akteuren im MINT-Bereich, um die vorhandenen Angebote überschaubar und leicht zugänglich zu machen. Institutionelle und außerinstitutionelle Angebote sollen besser als bisher miteinander vernetzt werden. Parallel dazu fördern wir die Entwicklung von Qualitätskriterien.

Wir  unterstützen  weiterhin  die  Stiftung  „Haus  der  kleinen  Forscher“  im  Kita-und Grundschulbereich. Wir fördern Wettbewerbe in den MINT-Fächern und stärken Ehrenamtliche, die außerschulische MINT-Aktivitäten unterstützen. Wir setzen uns für den deutschlandweiten Ausbau von Schülerlaboren, Schülerforschungszentren und Lehr-Lern-Laboren als Lernorte für Schüler wie Lehrkräfte ein.

Lehrerinnen und Lehrer sind Multiplikatoren ihrer Fächer. Daher bauen wir die Qualitätsoffensive Lehrerbildung besonders in diesem Bereich weiter aus, ebenso wie berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen. Wir wollen das Image der MINT-Berufe stärken. Dabei gilt es, besonders Frauen anzusprechen und auf die Chancen im MINT- Bereich aufmerksam zu machen. Wir setzen uns für eine ausreichende Zahl an Studienplätzen im MINT-Bereich ein und fördern Maßnahmen, um Interessierte in diesem Bereich zu halten. MINT-Regionen als Zusammenschlüsse aller regional relevanten Player im MINT-Bereich haben sich bewährt und sollen gestärkt werden.

Allgemein ist darauf hinzuweisen, dass für die Hochschulen die Bundesländer zuständig und verantwortlich sind. Zugleich entlastet der Bund sie in ihren Aufgaben mehr als jemals zuvor. Ohne das Engagement des Bundes gäbe es beispielsweise nicht die heutige Rekordzahl von rund 2,8 Millionen Studierenden. Der Bund stellt dafür im Hochschulpakt 2020 (2014-2023) über 20 Milliarden Euro bereit und schafft, gemeinsam mit den Ländern, bis zu 760.000 zusätzliche Studienplätze. Alleine 2017 fließen vom Bund dafür 2,5 Milliarden Euro an die Länder. Das ist ein nie dagewesener Ausbau der Hochschulen und ihrer Fachbereiche in Deutschland.

SPD

Die duale Ausbildung ist eine der Stärken unseres Bildungssystems. Eine herausragende Rolle spielt dabei das Handwerk, das für rund ein Viertel aller Ausbildungsplätze steht. Die duale Ausbildung sorgt dafür, dass wir auch morgen noch die Fachkräfte haben, die wir für die Sicherung unseres Wohlstandes brauchen. Deshalb kommt es jetzt darauf an, sie zu modernisieren und noch attraktiver zu machen.

Studierende an deutschen Hochschulen sollen exzellente Studienbedingungen haben. Universitäten und Fachhochschulen sind Orte, an denen menschliche Neugier und Kreativität neues Wissen schafft. Autonomie, Beteiligung und verlässliche Finanzen sind wichtige Rahmenbedingungen für gute Hochschulen. So können sie Verantwortung übernehmen und die gesellschaftliche Entwicklung mitgestalten. Wir wollen die MINTBildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entlang der gesamten Bildungskette stärken und insbesondere Frauen für eine Ausbildung oder ein Studium in diesen Feldern gewinnen.

Mit dem wirtschaftspolitischen Programm „Innovationsmotor Mittelstand“ werden wir unsere mittelständischen Unternehmen im Wandel unterstützen. Dabei stehen Maßnahmen im Mittelpunkt, die Fachkräfte für die Betriebe sichern, die Innovation fördern und die Mittelstand und Handwerk gezielt entlasten. Zugleich werden wir den exportorientierten Mittelstand mit einer aktiven Außenwirtschaftspolitik fördern.

Im Rahmen einer Nationalen Weiterbildungskonferenz müssen die verschiedenen Weiterbildungsinstrumente sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Nötig ist auch ein regionales Fachkräftemonitoring, sowie Innovations- und Beratungszentren für Unternehmen zum Thema Arbeiten 4.0.

Mit erhöhten Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung müssen wir kontinuierlich auf neue Qualifikationsanforderungen und veränderte Fachkräftebedarfe reagieren und damit Arbeitslosigkeit ebenso wie Fachkräftemangel vorbeugen. Dafür werden wir ein Recht auf Weiterbildung festschreiben, die Arbeitslosenversicherung zur Arbeitsversicherung weiterentwickeln und neue Anreize für Weiterbildung schaffen, beispielweise durch ein Arbeitslosengeld Q während der Qualifizierung sowie durch ein persönliches Erwerbstätigenkonto, das Auszeiten zur Weiterbildung ermöglicht und jeder und jedem ein persönliches Startguthaben bietet.

Für Menschen, die bei uns in erster Linie Arbeit suchen, ist das Asylsystem der falscheWeg. Mit einem Einwanderungsgesetz regeln wir transparent und verständlich, wer aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland einwandern darf. Die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte richtet sich nach den Interessen unseres Landes. Der Fachkräftemangel gefährdet unsere Wirtschaftskraft, unsere sozialen Sicherungssysteme und damit letztendlich auch unseren Wohlstand. Wir wollen deshalb ein Einwanderungsgesetz schaffen, mit dem wir den Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte nach Deutschland besser steuern können. Es ist wichtig, im weltweiten Wettbewerb um die klügsten und innovativsten Köpfe an der Spitze zu stehen.

Wir wollen ein flexibles und an der Nachfrage nach Fachkräften orientiertes Punktesystem nach kanadischem Modell einführen. Dabei werden Kriterien wie berufliche Abschlüsse, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter und Integrationsfähigkeit berücksichtigt. Wer ausreichend fachliche Qualifikationen und ein Jobangebot hat, kann nach Deutschland einwandern.

Bündnis 90/Die Grünen

Die Förderung der Beliebtheit eines Berufs liegt nur in sehr geringem Maß bei staatlichen Ebenen. Sicherlich kann eine gute und umfassende Berufsorientierung in den Klassen 7 und 8 z.B. das Interesse von Mädchen für den Ingenieurberuf stärken. Unserer Auffassung nach muss der Schwerpunkt allerdings im Hochschulbereich liegen. Bund und Länder müssen mit einem besser ausgestatteten und verstetigten Hochschulpakt für bessere Studienbedingungen sorgen. Noch immer liegen die Abbruchquoten bei den Ingenieurstudiengängen mit 38% an Universitäten und 45% an Fachhochschulen viel zu hoch. Hier gilt es mit Studieneinstiegsmodulen, besseren Betreuungsverhältnissen und kleineren Lerngruppen vor allem für weibliche, migrantische und beruflich qualifizierte Studierende anzusetzen. Nur so können viel mehr von denen, die sich für das Studium interessieren, zu einem erfolgreichen Abschluss gelangen.

DIE LINKE

Bildung ist für DIE LINKE ein Menschenrecht, eine wichtige Ressource für unseren Wohlstand und Bedingung für die gleichberechtigte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger. Gute Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Bund und Länder verwehren bis heute vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance auf gute Bildung. DIE LINKE steht deshalb für einen klaren bildungspolitischen Richtungswechsel, der mehr Mittel, engagiertes, hoch motiviertes und sozial abgesichertes Personal und moderne Institutionen braucht. DIE LINKE fordert in diesem Zusammenhang den offenen Studienzugang auf der Grundlage eines bundesweiten Hochschulzulassungsgesetzes, die Abschaffung der individuellen Auswahlverfahren, die Verankerung des Master als Regelstudienabschluss und den Ausschluss der Zugangsbeschränkungen beim Übergang vom Bachelor zum Master und somit die Überwindung der lernfeindlichen Restriktionen des Bachelor/Master-Systems. Der sozialen Auslese begegnen wir mit der Abschaffung der Studiengebühren und der Einführung eines elternunabhängigen und Bedarf deckenden BaföG. Nur so lässt sich auch auf Dauer die Attraktivität und das hohe Niveau der Ingenieursausbildung in hinreichendem Umfang sichern.

FDP

Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, Kinder schon in jungen Jahren für technische und mathematische Fächer zu begeistern. In Deutschland haben wir jetzt schon einen Fachkräftemangel, den der demografische Wandel noch verstärken wird. Der Ingenieursnation Deutschland droht der Nachwuchs an Tüftlern und Erfindern auszugehen. Für eine spätere Berufswahl sind ein frühes Interesse und eine anschauliche Erklärung ausschlaggebend. Für die Schulen ist eine sehr gute fachliche Ausbildung der Lehrkräfte sowie Unterricht in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern durch Fachpersonal wichtig, um die Stärkung der MINT-Kompetenz bzw. des MINT-Unterrichts bereits in der Schule gezielt zu fördern. Im Rahmen der Hochschulpolitik bedarf es einer bedarfsgerechten Ausstattung (ggf. auch über Studiengebühren), insbesondere im Sinne einer unmittelbaren Besetzung vakanter Lehrstühle. Ein weiteres Ziel von uns Freien Demokraten ist die Senkung der Abbruchquoten an den Hochschulen (Bauingenieurwesen ist immer noch Spitzenreiter) durch bessere Betreuung bzw. Beratung (CareerCenter) und Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region. Hier bedarf es der Hervorhebung der Bedeutung des Ingenieurwesens für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und aufgrund der derzeitigen Herausforderungen (Wohnungsbau, Infrastruktur) insbesondere des Bauingenieurwesens.