Dipl.-Ing. Arch. Torsten Zimmermann
Fachkommunikation | Architektur
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ILEK Chicago Exkursion - Hochhausentwürfe
Die Eindrücke, die die Studierenden auf der Reise gesammelt haben und die daraus enstandenen Hochhausentwürfe findet ihr zusammengefasst in dem PDF anbei. Wir freuen uns über jede Einreichung aus den Arbeiten sowie über Einreichungen anderer Studierender zu unserem nächsten Förderpreis. 20170628_reader_ILEK_final  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Wahlprüfsteine 2017 Umsetzung von Forschung in die Praxis

Durch Förderprogramme wie die IGF werden neue Technologien branchenübergreifend aufbereitet. Den kleinen und mittleren Unternehmen wird ein fairer Zugang zum Fortschritt nur durch einen unterstützten Transfer in die Praxis erleichtert.

E1. Wo sehen Sie noch weitere Möglichkeiten, der mittelständischen Industrie zu helfen die Forschung in die Praxis umzusetzen? Gibt es Ansatzpunkte zur besseren finanziellen Unterstützung der mittelständischen Stahlbau-Industrie bei der Umsetzung von innovativen Bauvorhaben?

CDU/CSU haben ihre Antwort zu den Fragen E1-2 in einem Text abgegeben

CDU und CSU stehen für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung. Umweltschutz ist uns ein wichtiger politischer Auftrag. Nach unserem Verständnis widersprechen sich wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz nicht. Im Gegenteil: Wir brauchen umwelt- und klimaverträgliches Wachstum. Nachhaltiges Wachstum setzt die Entkopplung von Rohstoffverbrauch und Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erfolgreich fort. Die Basis dieses qualitativen nachhaltigen Wachstums sind Innovationen, Kreativität und Ideenreichtum. Dementsprechend setzen wir Forschung, Entwicklung und Innovationen für den Umweltschutz und die Bewältigung der Herausforderungen ein.  Unser Ziel ist es, neue Arbeitsplätze im Bereich fortschrittlicher Umwelttechnologien in Deutschland anzusiedeln. Das haben wir im Regierungsprogramm 2017 bis 2021 ausdrücklich festgehalten. Wir unterstützen und fördern Produkt- und Verfahrensinnovationen in der Umwelttechnik, auch im Bauwesen. Gerade in der umweltfreundlichen Gestaltung von Gebäuden liegt ein großes Potential für Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Dazu können innovative Pilotprojekte im Wohnungsbau mit Stahl beitragen. Es gibt z. B. viele Fördermöglichkeiten im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung FONA“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowohl im Bereich der Materialforschung als auch im Bereich des umweltfreundlichen Bauens für eine energieeffiziente Stadtentwicklung.

Zudem wollen wir die Entwicklung und den Transfer von Technologie im Mittelstand insgesamt weiter stärken. Dazu werden wir zusätzlich zur Projektförderung und den bewährten Instrumenten, wie der IGF, eine steuerliche Forschungsförderung in Höhe von 2 Milliarden Euro ermöglichen. Um insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen wirksam zu unterstützen, werden wir ein Wahlrecht zwischen bestehender Projektförderung und steuerlicher Forschungsförderung einführen.

SPD

Die SPD bekennt sich zum Industriestandort Deutschland. Wir wollen die breite industrielle Basis erhalten und ausbauen. Wir sind uns bewusst, dass Deutschlands wirtschaftliche Stärke auf der vielfältigen Wirtschaftsstruktur mit einer breiten Wertschöpfungskette von der Grundstoffindustrie bis zum Endprodukt und den damit verbundenen Dienstleistungen basiert. Ebenso unverzichtbar für die deutsche Wirtschaft ist der Mittelstand.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD eine Reihe von Maßnahmen in ihr Wahlprogramm aufgenommen, um Industrie, Mittelstand und Innovationen zu fördern.

So werden wir mit dem Programm „Innovationsmotor Mittelstand“ unsere mittelständischen Unternehmen einschließlich des Handels und des Handwerks bei der Digitalisierung und Fachkräftesicherung unterstützen und gleichzeitig von bürokratischen Hemmnissen entlasten. Zugleich werden wir den exportorientierten Mittelstand mit einer aktiven Außenwirtschaftspolitik fördern.

Konkret sollen mittelständische Unternehmen für digitale Ausstattung einen Zuschuss erhalten, wenn sie ein schlüssiges Digitalisierungskonzept vorlegt und sich in den digitalen Kompetenzzentren haben beraten lassen. Damit schließen wir die Lücke bei der digitalen Transformation der Wirtschaft. Auch weiterhin werden wir gemeinsam mit Gewerkschaften, Unternehmen und Verbänden daran arbeiten, dass Industrie 4.0 ein Erfolgsmodell für Deutschland wird. Für die Digitalisierung des industriellen Mittelstands unerlässlich sind außerdem schnelle Internetverbindungen. Im Jahr 2025 wollen wir eine der modernsten digitalen Infrastrukturen flächendeckend haben, um die digitale Spaltung zwischen städtischen Ballungszentren und ländlichen Räumen zu überwinden.

Zur Fachkräftesicherung werden wir die Ausbildungs- und Berufsorientierung verbessern, in die Ausstattung der Berufsschulen – auch als Lernwerkstätten für Industrie 4.0-Technologien – investieren, ein Recht auf Weiterbildung einführen, Gebühren für Techniker- und Meisterkurse abschaffen und ein modernes Einwanderungsrecht schaffen. Den Meistertitel wollen wir erhalten.

Kleinere und mittelgroße Unternehmen wollen wir durch einen „Forschungsbonus“ finanziell unterstützen, wenn sie Personal für Forschung und Entwicklung einstellen. Gerade mittelständische Unternehmen benötigen diese Förderung, um ihre Wachstumschancen nutzen zu können. Darüber hinaus werden wir auch die bestehenden Forschungs- und Innovationsprogramme weiter ausbauen. Und wir werden die Abschreibungsmöglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsausgaben für Unternehmen und Selbstständige verbessern. Außerdem wollen wir einen Mittelstands- und Innovationscheck für Gesetze einführen. In diesem Zuge werden wir auch die Mittel für die Programme ZIM und Industrielle Gemeinschaftsforschung aufstocken.

Schließlich werden wir gezielt zukunftsweisende Technologien fördern, die große Wertschöpfung mit neuen Arbeitsplätzen und Verbesserungen für das alltägliche Leben verbinden, beispielsweise in der Gesundheitswirtschaft, der Bio- und Nanotechnologie, den Umwelt- und Klimaschutztechnologien in der Materialforschung oder Robotik.

Bündnis 90/Die Grünen

Neue Ideen wollen wir unbürokratisch mit einem steuerlichen Forschungsbonus von 15 Prozent fördern, der neben allen Forschungsausgaben, auch die Entwicklungsausgaben fördert, die in kleinen und mittleren Unternehmen entstehen. Firmen, die noch keinen Gewinn erzielen, bekommen den Bonus ausgezahlt.

DIE LINKE

DIE LINKE will Ausgründungen aus Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen stärker unterstützen. Dabei sind neben technischen auch soziale Innovationen und innovative Dienstleistungen stärker zu fördern. Gründungen können auch von einem offeneren Umgang mit Nutzungsrechten an Forschungsergebnissen profitieren. Wir wollen deshalb Open Access und eine Publikation unter freien Lizenzen stärken.

FDP

Wir Freie Demokraten wollen eine technologieoffene steuerliche Forschungsförderung einführen. Dadurch sollen die Unternehmen in Deutschland einen bestimmten Prozentsatz ihrer Personalaufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) als Steuergutschrift (Forschungsprämie) erhalten. Forschung und Innovationen werden also indirekt über das Steuersystem gefördert. Denn die Stärke unserer Wirtschaft liegt in der Innovationskraft der Unternehmen, in Spitzentechnologien, -produkten und -dienstleistungen. Und das umso mehr im digitalen Zeitalter. Daher sind FuE-Investitionen entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze und Wohlstand. Bestehende Förderinstrumente, wie die Projektförderung mit direkten Mitteln, reichen hier nicht aus. Sie sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen wegen der vielen Auflagen und übermäßigen Bürokratie zu unattraktiv. Die steuerliche Forschungsförderung ist dagegen unbürokratisch, da Projektanträge und Genehmigungsverfahren entfallen. Zudem können die Unternehmen gleichermaßen davon profitieren, unabhängig von der Branche oder Art und Inhalt der Innovationsideen. Viele andere OECD- und EU-Mitgliedsstaaten verfügen bereits über dieses Instrument. Auch die Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung empfiehlt seit Jahren, die steuerliche Forschungsförderung einzuführen. Das wollen wir tun, damit deutsche Unternehmen nicht länger einen Standortnachteil haben. Wir wollen, dass die Forschungsprämie mit der Steuerschuld verrechnet oder – im Verlustfall – als negative Einkommensteuer ausgezahlt wird. Diese Liquiditätsspritze hilft besonders Start-ups und Unternehmen in Erneuerungs- oder Krisensituationen.

Wir Freie Demokraten fordern den öffentlichen Zugang zu Forschungsergebnissen, die wesentlich aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Deutschland hat starke Köpfe in der Forschung. Damit auch die Allgemeinheit von den Ergebnissen profitieren kann, setzen wir uns für eine Open-Access-Politik ein: Ergebnisse und Publikationen, die wesentlich mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, sollen unter Berücksichtigung eines Erstverwertungsrechts auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

 

E2. Wenn wir unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten wollen und uns das Ziel setzen die Belastungen und Müllhalden für die nachfolgenden Generationen nicht noch weiter aufzustocken, sollten flexible, innovative und auf Nachhaltigkeit aus-gelegte Bauweisen speziell gefördert werden. Bauherren, die neue Wege beschreiten wollen und damit für die Gesellschaft neue Wege ebnen, müssen bei diesem Vorhaben unterstützt werden. Viele Länder sind uns bei Pilotprojekten im Wohnungsbau mit Stahl weit voraus. Unterstützen Sie innovative Pilotprojekte im Wohnungsbau mit Stahl durch den Bund?

SPD

Unser Ziel ist es, bezahlbares Wohnen und Bauen sicherzustellen und dabei den Belangen des Umwelt- und Klimaschutzes gerecht zu werden. Bauwerke enthalten wertvolle Rohstoffe wie z.B. Stahl, deren Nachnutzung einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz im Bauwesen und der Schonung von Primärrohstoffen leistet. Stahl hat aufgrund seiner Eigenschaften wie der hohen Flexibilität wachsende Bedeutung für das nachhaltige Bauen und bringt Vorteile bei Umnutzungen. Am Ende des Lebenszyklus eines Gebäudes ist die Wiederverwendung bzw. 100%iges Materialrecycling gesichert. Wir wollen den Einsatz nachhaltiger Baustoffe und Verfahren stärken, um so auch die Entsorgungs- und Folgekosten zu senken. Bereits jetzt unterstützt die Bundesregierung die Stahlarchitektur

(Sonderpreis des BMUB) und wird künftig die Forschung für ressourceneffiziente, integrierte Lösungen für Planung, Konstruktion, Bauausführung und Sanierung fördern (Deutsches Ressourceneffizienzprogramm II).

Bündnis 90/Die Grünen

Wir müssen den ökologischen Fußabdruck im Baubereich massiv reduzieren, auch um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Wir setzen daher auf eine Ausweitung des Bauens mit nachwachsenden und ökologischen Rohstoffen. Dafür wollen wir u.a. ein KfW-Programm „Natur Plus“ auflegen.

DIE LINKE

DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass nachhaltige Baustoffe einen erheblich größeren Stellenwert im Bausektor einnehmen. Deren Einsatz sollte im Neubau und bei der Sanierung stärker gefördert werden. Die Unterstützung innovativer Modellprojekte gehört ebenso dazu wie die Anpassung bestehender Förderprogramme, die Erleichterung ökologischer Bauweisen durch Reformen der Musterbauordnung und der Landesbauordnungen sowie die Auflage von Förder- und Forschungsprojekten des Bundes, um die Nutzung ökologischer Baustoffen in der Aus- und Weiterbildung von Bauberufen und im Architektur- und Bauingenieur-Studium zu stärken.

FDP

Wir Freie Demokraten wollen die Wohnungsnot in deutschen Großstädten bekämpfen. Mangel kann man aber nicht verwalten. Es muss schlicht mehr Wohnraum her. Dazu wollen wir den Neubau von Wohnungen attraktiver machen und zum Beispiel die jährliche Abschreibungsrate für Gebäude von zwei auf drei Prozent erhöhen. Dies setzt Anreize zum Bauen, weil Investitionen schneller steuerlich geltend gemacht werden können.

Außerdem fordern wir eine Zweckbindung der Bundesmittel zur Wohnungsbauförderung. Vor allem in deutschen Ballungsräumen fehlen tausende Wohnungen, der Bedarf wächst von Jahr zu Jahr. Um diesen Engpass zu bekämpfen, stellt der Bund jährlich rund 500 Millionen Euro zur Verfügung. Anstatt damit die dringend benötigten Wohnungen zu bauen, versinken diese Gelder aber zum Teil in den Kassen der Länder und Städte. Wir fordern daher eine Zweckbindung der Bundesmittel: Geld, das zur Errichtung von Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wird, muss auch dafür eingesetzt werden.

Darüber hinaus wollen wir Innovationen im Wohnungsbau über eine technologieoffene steuerliche Forschungsförderung antreiben. Zu konkreten Pilotprojekten im Bereich Wohnungsbau mit Stahl könne wir uns derzeit nicht äußern.