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Haldenzeichen im Lippepark Hamm

Berghaus Architekten

Beschreibung von Berghaus Architekten

Unter dem Titel „Haldenfamilie im LIPPEPARK HAMM“ wurde Ende Februar 2015 ein offener Künstler‐/Architektenwettbewerb ausgelobt. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, ein Konzept für eine Haldenkette mit fünf Großskulpturen zu entwickeln. Zwingend vorgesehen war eine Begehbarkeit für das Haldenzeichen auf Schacht Franz Nord. Das Haldenzeichen bildet als Landmark den krönenden Abschluss der langjährigen Entwicklung des Lippeparks in Hamm, zum anderen den Auftakt für weitere geplante Haldenzeichen.

© Berghaus Architekten

Die helixartige Windung der Stahlskulptur dient sowohl zur Erschließung der Aussichtsplattform, als auch zur Formgebung der Skulptur in ihrer Fernwirkung. Scheinbar in Bewegung zieht sich der Körper in die Höhe.

Das Bauwerk ist als Stahlkonstruktion geplant. Drei bogenförmige Stützen bilden dabei die Mitte des Bauwerks, an denen umlaufend Rampen befestigt sind. Über zwei Ebenen windet sich die Rampe kreisförmig um die Stahlstützen bis zum obersten Punkt, einer Plattform in 6,50m Höhe. Die Tragkonstruktion besteht aus gebogenen, vollverschweißten Kastenträgern (250mm breit) zur Aufnahme der gesamten Last mit oberem und unterem Abschluss. An den Kastenträgern wurden Kragarme (126mm breit) angebracht, zur Aufnahme der Rampe. Die Rampe selbst besteht aus einer doppelwandigen Blechkonstruktion mit einer innenliegenden Aussteifung (IPE 120) zur Aufnahme der unteren Abdeckbleche bzw. der oberen Bleche für die Laufebene.
Als Rampenwände (=Geländer) dienen spiralförmig gebogene Bleche mit einem
geschlitzten Rohr als oberer Abschluss.

Das Begehen des Körpers und Erklimmen der Plattform wird für die Besucher zum Verlangen und verschafft den Menschen ein einzigartiges positives Erlebnis mit dem Ankommen am Ziel und einer Belohnung durch die herausragende Aussicht. Der Körper wird wiederum durch die Nutzung der Menschen lebendig und stiftet einen Sinn über die Kunst und Form hinaus. Der Körper erzeugt Nähe zum Menschen und eine Verbindung zwischen dem Park und dessen Besuchern.

Der interessierte Gast des Haldenkörpers taucht in diesen ein, in dem er die innenliegende Rampe betritt und sich somit im Körper selbst befindet. Im Inneren erzeugt die Wegführung und Form eine Kommunikation und einen Sichtkontakt zwischen den Besuchern.
Durch das Aufsteigen innerhalb des Haldenkörpers findet sich der Besucher sowohl auf verschiedenen Höhen wider, als auch in verschiedenen Himmelsrichtungen. Ein Spiel mit der Umgebung und der Weite der Landschaft beginnt.

Somit ist das Haldenzeichen begehbar und erlebbar.

Architekt
Berghaus Architekten, Düsseldorf
Ingenieur
Draheim Steel GmbH, Hamm
Bauherr
Stadt Hamm

Stahlbau
Claus Queck GmbH, Düren