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Kraftwerk Lausward Düsseldorf

© Jens Kirchner

Am Düsseldorfer Rheinbogen ist ein neues Erdgaskraftwerk entstanden. Für den gesamten Komplex war ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden, aus dem das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur als Sieger hervorging. Ihr Entwurf kleidet den gesamten Komplex in einzelne durch Fugen getrennte Rahmen. Diese schließen im Nordosten mit dem weithin sichtbaren Stadtfenster und dessen Aussichtsplattform ab.

Es handelt sich beim Stadtfenster um ein Hochhaus in Stahlbauweise mit einem in Gleitbauweise hergestellten Stahlbetonkern. Dieser enthält die vertikale Erschließung. Die ca. 58m hohe und 38m breite Konstruktion wurde als Stahlfachwerkkonstruktion geplant, welche im Mittelbereich als Brücke den innen liegenden Kesselbau überspannt. Die Aussteifung wird von einem Fachwerkverband und den Wandscheiben des Erschließungskerns sichergestellt. Besonderes Augenmerk galt tragwerksseitig dem Entwurf der Einbauteile in den vorgeglittenen Erschließungswänden. Die gesamte Konstruktion musste erdbebengerecht konstruiert werden.

Grafik: Bollinger+Grohmann

Neben dem Tragwerk unterstützte Bollinger+Grohmann die Architekten im Zuge der Entwurfsplanung bei der Fassadenplanung der Kraftwerksfassade. Im Rahmen der Ausführungsplanung wurde u.a. die Unterkonstruktion eines vordefinierten Leitdetails für die Siding Fassade statisch überprüft. Die Fassade spannt horizontal zwischen den Stahlstützen des Kraftwerks. Die Spannweiten sind unterschiedlich groß, in den Eckbereichen in der Regel kürzer als in den mittleren Fassadenbereichen.

Fertigstellung
2016
Architekt
kadawittfeldarchitektur, Aachen, Deutschland
Ingenieur
Bollinger+Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main
Bauherr
Stadtwerke Düsseldorf