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Das war der 39. Deutsche Stahlbautag

Oktober 2019 - Zwei Tage im Zeichen des Stahlbaus.

800 Teilnehmer, eine dreizügige Vortragsreihe und 45 Unternehmen in der Fachausstellung. So präsentierte sich der 39. Deutsche Stahlbautag am 11. und 12. Oktober 2018 in der Mercatorhalle in Duisburg.

„Spannende Projekte, digitale Bilder und innovative Produkte – in jedem Winkel der Duisburger Mercatorhalle wurde deutlich, dass die Stahlbaubranche in Bewegung ist“, freut sich Gregor Machura, Geschäftsführer bauforumstahl.

Innovative Technologien
Die Aufbruchsstimmung in der Branche war deutlich spürbar. Gezeigt wurden neue Fertigungs- und Montagetechnologien, innovative Beschichtungssysteme und höherfeste Stahlsorten. Über allem stand das Thema Digitalisierung. Die Nutzung von 3D-Modellen bei der CAD-Darstellung, die Übertragung von NC-Daten aus der Konstruktion an die Fertigung und die elektronische Begleitung der Montage gelten in der Branche als oft geübte Praxis. Das Building Information Modeling (BIM) ist im Stahlbau seit vielen Jahren fest verankert. „Doch nur wenn BIM über alle Gewerke hinweg zum Einsatz kommt, kann es bei der Nutzung zu einem Mehrwert kommen“, betont Gregor Machura.

Starke Partner
Wie wichtig dabei die Vernetzung aller am Stahlbau beteiligten Akteure bis hin zu Kommunen und Behördenvertretern ist, zeigte sich beim großen Opening, der Pressekonferenz am 10. Oktober 2018. Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg, sprach motivierende Worte: „Stahl ist aus der modernen Architektur nicht wegzudenken. Mit rund 20.000 Beschäftigten allein in Duisburg bleibt die Branche auch in Zukunft einer der wichtigsten Arbeitgeber“.

Wirtschaftsbericht
Die positive Stimmung wurde auch durch die Präsentation des Wirtschaftsberichts 2017/2018 bestätigt. Seit Herbst 2013 wird zweimal pro Jahr unter den ordentlichen Mitgliedern des Deutschen Stahlbau-Verbandes DSTV ein Stimmungsbild im Deutschen Stahlbau ermittelt. Die letzte Befragung im Frühsommer 2018 ergab eine positive Bilanz: 70 Prozent der Unternehmen gaben an, eine gute Geschäftslage zu haben.

Praxisnahe Themen
Welche große Rolle hierbei die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen und Behörden spielt, zeigte auch in die dreizügige Vortragsreihe mit Themen wie „Was ist eine gelungene Vergabe“ oder „Öffentliche Ausschreibungen – Fallstricke und wie man als Bieter damit umgeht“. Umso größer war die Begeisterung seitens der Teilnehmer über den Besuch von Ina Scharrenbach, Ministerin für
Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen Ihrer Ansprache während der Abendveranstaltung sagte sie den Teilnehmern ihre Unterstützung zu.

Gutes Netzwerk
Über 70 Jahre ist die Veranstaltung erfolgreich und gilt als Highlight der Branche. „Jeder Einzelne hier im Saal – vom Architekten über den Stahlhändler bis zum Stahlbauer, Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Technik, steht für ein gut funktionierendes Netzwerk“, betonte auch Reiner Temme, Präsident des Deutschen Stahlbauverbandes in seiner Ansprache. Er forderte dazu auf, alle von der Nachhaltigkeit, Schnelligkeit und Effizienz des Bauens mit Stahls zu überzeugen.

Hohe Qualitätsstandards
Für das Thema Nachhaltigkeit und Effizienz steht auch das DSTV-Gütesigel, das im Rahmen des Stahlbautages gleich an drei Unternehmen überreicht wurde: Biedenkapp Stahlbau GmbH.,
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH und Stahlbau Süssen. Mit dem neuen Qualitätszeichen des Deutschen Stahlbauverbandes werden Unternehmen ausgezeichnet, die ihre hohen Qualitätsund Sicherheitsstandards dokumentieren und sich regelmäßig weiterbilden. „Mit Ihrem besonderen Engagement stehen sie für den hohen Qualitätsstandard des deutschen Stahlbaus“, betonte Reiner Temme, Präsident des Deutschen Stahlbaus in seiner Ansprache.

Ausgezeichnete Stahlbauten
Gut besucht war auch der 2. Veranstaltungstag, der Tag der Stahl.Architektur 2018. Architekten, Tragwerksplaner, Bauherren und Studierende kamen nach Duisburg, um zu erfahren, was beim Bauen mit Stahl möglich ist. Beim Preis des Deutschen Stahlbaues, den Barkow Leibinger und Knippers Helbig für ihre Trumpf Smart Factory erhielten, führte der Juryvorsitzende Prof. Johannes Kister durch die Veranstaltung. Staatssekretär Gunther Adler verlieh den Sonderpreis des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) an brixner architekten BDA und Wilhelm + Partner.

Visionäre Preisträger
Einen Ausblick in die Zukunft gaben die Arbeiten der Studierenden. Beim Förderpreis des Deutschen Stahlbaues vertreten waren unter anderem: ein Weltraumbahnhof, Modulares Wohnen im Stadion und interaktive Bauwerke. Den DASt-Forschungspreis erhielt eine Prüfmethode für bestehende Stahltragwerke. Die Juryvorsitzende Univ.-Prof. Sigrid Brell Cokcan, die durch die Arbeiten führte, schloss das Thema Zukunft mit einem eigenen Vortrag zum Einsatz von Robotern im Stahlbau ab.

Zukunftsweisender Stahlbau
Neben den Preisverleihungen stellten der belgische Architekt und Ingenieur Philippe Samyn und Prof. Manfred Grohmann ihre Projekte vor. Analog zu den Preisverleihungen war erkennbar, dass smarte Ideen hierbei im Vordergrund stehen. Stephan Lemgen, Vorsitzender bauforumstahl, verabschiedete die Besucher und Teilnehmer mit den Worten „Die Stahlbranche liefert Ihnen die Träger für Ihre Visionen. Nutzen Sie die Chance  und lassen Sie uns gemeinsam die Erfolgsstory beim Planen und Bauen mit Stahl weiter schreiben“.

Die Hauptsponsoren des 39. Deutschen Stahlbautages 2018

  •     ArcelorMittal Commercial Long Deutschland GmbH
  •     Haslinger Stahlbau GmbH
  •     Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH
  •     Unger Stahlbau GmbH
Foto: bauforumstahl
Über 70 Jahre Deutscher Stahlbautag. Anlässlich der Pressekonferenz in Duisburg vereint: Reiner Temme, Präsident des Deutschen Stahlbauverbandes, Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg, Gregor Machura, Geschäftsführer bauforumstahl.
Pressemeldung 16.18
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Christa Brüster
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