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Baukosten

BKI Baukosten Bauelemente Neubau 2018

Dank unserer Kooperation mit dem Baukosteninformationszentrum sind erstmals die Kosten für Stahlbauelemente enthalten.

Die hervorragende Homogenität des Werkstoffs Stahl lässt seiner konstruktiven Anwendung kaum Wünsche offen. Schlanke weitspannende Binder, weit auskragende Träger, „hängende Stützen“, filigrane, transparente Raumtragwerke, es gibt keine architektonische Idee, die sich mit Stahl nicht verwirklichen ließe.

Bei allen kalkulatorischen Abwägungen der Kosten einer Stahlkonstruktion darf man nicht außer Acht lassen, dass die Kosten des Tragwerks eines Gebäudes selten mehr als 25 % der Gesamtkosten ausmachen.  
Die Kosten einer fertigen Stahlkonstruktion werden von vielen Faktoren beeinflusst. Zu den reinen Stahlpreisen addieren sich die Kosten der Planung, der Anarbeitung (u. a. Sägen, Bohren, Schweißen), des Korrosionsschutzes, des Brandschutzes, der Lieferung und Montage.

Beispielhafte Kostenverteilung einer mittelschweren Stahlkonstruktion:

Die Unten aufgeführte Publikation "Kosten im Stahlbau" bietet Basisinformationen zur Kalkulation - sie erscheint alle zwei Jahre.

Konkrete, tagesaktuelle und projektbezogene Preise mit und ohne Anarbeitung bekommen Sie direkt bei unseren Mitgliedern oder dem Stahlhandel

Fortschreibung der Preisindikatoren aus dem Leitfaden „Kosten im Stahlbau“

Als Beispiel ist hier der Preisindikator für Walzträger mit dem amtlichen Baupreisindex für die Bauleistungsart „Stahlbauarbeiten“ für Büro-, Wohungs- und für gewerbliche Betriebsgebäude weitergeführt worden. Die folgende Fotostrecke zeigt den Verlauf seit dem vierten Quartal 2012 unter Einbeziehung der jeweils erhobenen Daten aus den „Kosten im Stahlbau“. 

Hierbei handelt es sich immer um eine Preisspanne zur überschlägigen Vorkalkulation in der Planung von Stahlbaukonstruktionen. Konkrete, tagesaktuelle und projektbezogene Preise mit und ohne Anarbeitung bekommen Sie direkt bei unseren Mitgliedern oder dem Stahlhandel

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis) (Hrsg.) (2018), Preisindizes für die Bauwirtschaft, Fachserie 17 Reihe 4, Mai 2018 (2. Vierteljahresausgabe), Wiesbaden
  2. bauforumstahl (Hrsg.) (2013), Kosten im Stahlbau 2015, Basisinformationen zur Kalkulation, Düsseldorf 2013
  3. bauforumstahl (Hrsg.) (2015), Kosten im Stahlbau 2015, Basisinformationen zur Kalkulation, Düsseldorf 2015
  4. bauforumstahl (Hrsg.) (2017), Kosten im Stahlbau 2017, Basisinformationen zur Kalkulation, Düsseldorf 2017 

Preisindizes für Baustahlelemente im Büro- und Gewerbebau

Die zweijährig erscheinende Broschüre „Kosten im Stahlbau“, bietet einen Kalkulationsleitfaden für Stahllösungen im Bauwesen. Die Preisdaten werden jeweils durch das Institut für Bauökonomie der Universität Stuttgart erhoben und die Umfrage wird durch das CEEC (The European Council of Construction Economists), das RICS (Royal Institute of Chartered Surveyors) und zahlreichen Fachfirmen unterstützt. Ziel aller Beteiligten ist es, eine Preisindikation der Komplettleistungen für Stahlbau-Gewerke in €/kg sowie Kostenspannen für verschiedene Gebäudefunktionen in €/m² auf Basis der aktuellen DIN 277-1:2016 bzw. DIN 277-3:2005 anzugeben. Die aktuell in Version 2017 veröffentlichten Preisdaten stammen immer aus dem vierten Quartal des jeweiligen Vorjahres – also zur Zeit aus Q4 2016. Mit Hilfe einschlägiger Baukostenindizes oder Regionalfaktoren können die auf den bundesdeutschen Durchschnitt bezogenen Daten auf einzelne Regionen übertragen sowie zeitlich aktualisiert werden.

Das Statistische Bundesamt ermittelt vierteljährlich für Deutschland Preisindizes für die Bauwirtschaft, um die Entwicklung der Preise für den konventionell gefertigten Neubau darzustellen. Veröffentlicht wird der Index für den Neubau von Wohngebäuden, Bürogebäuden und gewerblichen Betriebsgebäuden. Neben dem Baupreisindex für „Bauleistungen am Bauwerk“, der aus allen Bauleistungsarten ermittelt wird, werden auch Baupreisindizes für einzelne Bauleistungsarten gebildet. Insgesamt werden Preisindizes für 177 ausgewählte Bauleistungen ermittelt, zu denen auch die Bauleistungsart „Stahlbauarbeiten“ auf der Basis der DIN 18335 gehört. Erfragt werden die Preisstände für die in den Berichtsmonaten Februar, Mai, August und November vertraglich vereinbarten Preise für die ausgewählten Bauleistungen. Die ermittelten Preise sind Effektivpreise, keine Listenpreise und ohne Umsatzsteuer. Einbezogen werden sämtliche Kosten, die den einzelnen Bauleistungen zugrunde liegen sowohl für das Material und den Einbau als auch für den Unternehmerlohn. Somit sind in den veröffentlichen Indexzahlen auch Schwankungen z.B. des Stahlpreises enthalten. Damit die Werte nur reine Preisveränderungen enthalten, werden die für die Höhe der Preise maßgeblichen Faktoren, wie Mengeneinheit qualitative Beschaffenheit sowie die verschiedenen Handels-, Liefer- und Zahlungsbedingungen, möglichst konstant gehalten. Qualitative Veränderungen von Bauleistungen, die sich durch technischen Fortschritt oder infolge der Änderung gesetzlicher Vorschriften ergeben, werden nicht berücksichtigt. Die Statistik der Bauleistungspreise ist eine repräsentative Primärstatistik. Der Baupreisindex für Stahlbauarbeiten stellt somit eine geeignete Basis dar, um die durch zweijährige Erhebung festgestellten Preise aus dem „Kosten im Stahlbau“ weiterzuentwickeln.

Downloads

Kosten im Stahlbau 2017 – Basisinformationen zur Kalkulation
In seiner dritten Auflage bietet dieser Leitfaden aktuelle Preisindikationen für Stahllösungen auf Grundlage der wesentlichen Gebäudefunktionen. Entwickelt wurde die Publikation gemeinsam mit dem CEEC, der Universität Stuttgart und RICS Deutschland. 
Vergleichsstudien
Diese drei Studien vergleichen die Stahlbauweise mit der Stahlbetonbauweise auf Kosten- und Ökobilanzebene.

Raban Siebers M.Sc.
Leiter Baubetrieb | Nachhaltigkeit