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Digitalisierung

Baubetrieb im Stahlbau

Themen zur Digitalisierung finden Sie auch hier unter dem Kapitel "IT im Stahlbau - Informationsverarbeitung, Kommunikation und Technik"

Die Kommunikation verändert sich. In den letzten Jahren hat ein starker Wandel stattgefunden. Direkte mündliche Kommunikationen spielen nach wie vor eine zentrale Rolle, doch parallel entwickelt sich der Informationsautausch auch auf digitaler Ebene. Zudem sind wir heutzutage über die verschiedensten Netzwerke miteinander verknüpft und verfügen so von überall Zugriff auf publizierte Daten. Digitalisierung findet auch in der Industrie statt und beeinflusst die Art der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Zugleich kommunizieren Maschinen miteinander und bilden eigenständige Systeme. Verschiedene Fortschritte fördern diesen Wandel besonders. Sensoren werden in Zukunft immer kleiner und vernetzter, schnellere Prozessoren und wachsende Speicherkapazität bieten höhere Rechenleistungen und übergreifende Netzwerke ermöglichen eine ortsunabhängige Kommunikation. Durch diese Fortschritte erreicht die Produktion neue Dimensionen. Von der Erfindung der Dampfmaschine führte der Weg über die ersten Förderbänder und die zunehmende Automatisierung der Produktion bis zu den heutigen modernen und vernetzten Systemen. Wir sprechen hier von der Industrie 4.0

Maschinen, Menschen und Prozesse sind untereinander verknüpft und alle relevanten Informationen werden in Echtzeit verarbeitet. Früher war die Industrie sehr strukturiert, statisch und von Hierarchie geprägt. Auf dem Weg in die Zukunft wird sie durch eine vernetzte Industrie abgelöst, welche dynamisch, felxibel und dezentral organisiert ist. Die Digitalisierung wirkt sich für Unternehmen auf horizontaler sowie vertikaler Vernetzung aus. In vertikalen Dimensionen verändert sich die Weise, wie eine Firma intern die Produktion organisiert. Die horizontale Vernetzung beinhaltet die Art, wie das Unternehmen mit anderen Firmen im Austausch steht. Hier findet ein automatisierter Prozess entlang der Wertschöpfungskette und sogar des gesamten Produklebenszykluses statt. Mit der Digitalisierung lassen sich gewaltige Mengen an Daten sammeln und verarbeiten. Dies ermöglicht Innovationen auf verschiedenen Ebenen. Die durch die Digitalisierung entstehenden Dienstleistungen bringen neben dem Unternehmen, auch den Kunden einen Mehrwert.

Building Information Modeling

Building Information Modeling, kurz BIM, wird als kooperative Arbeitsmethode erfasst, mit der auf Basis digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten durchgehend erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. 

Ein BIM-Modell ist eine digitale dreidimensionale Abbildung des zu errichtenden Bauwerks. 

Im Rahmen eines BIM-Projektes gibt es in der Regel nicht das eine BIM-Modell. Es wird zwischen unterschiedlichen Teil- und Fachmodellen unterschieden.

Das BIM-Referenzmodell - üblicherweise das Architekturmodell - bildet alle notwendigen geometrischen Randbedingungen ab. Dieses Modell wird allen beteiligten Disziplinen als Referenz für ihreTeil- bzw. Fachmodelle zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Teil- bzw. Fachmodelle werden im Zuge des BIM-Prozesses zu einem Koordinationsmodell zusammengeführt, sodass ein gemeinsames BIM-Modell ensteht. 

Das Modell bildet - neben den geometrischen Instanzen - zusätzliche Daten über den gesamten Lebenzyklus des Bauwerks ab. Daten und Hinweise zu Brandschutz, Korrosionsschutz, Angaben zur Montage und Wartung sind nur ein Bruchteil, von dem was das BIM-Modell beinhaltet. 

Digitale Modelle

Sharan Vijayagopal M.Sc.
Digitalisierung | eLearning