Frage 1: Sie übernehmen das Präsidentenamt des DSTV in einer in einer geopolitisch wirtschaftlich angespannten Phase. Welche Themen wollen Sie dabei in Ihrer Amtszeit besonders vorantreiben?

Jan Birkemeyer: In herausfordernden Zeiten den Anteil des Stahlbaus zu steigern, ist sicherlich unser Ziel. Green Steel in Vergabeverfahren und Ausschreibungstexten zu verankern, könnte dazu ein wesentlicher Baustein sein.

Frage 2: Der Stahlbau steht für Schnelligkeit, Präzision und Kreislauffähigkeit. Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen für unsere Bauweise?

Jan Birkemeyer: Geschwindigkeit ist sicherlich ein ganz wesentlicher Punkt. Und modulares und serielles Bauen ist dann der Boost. Stahlbau ist hier der Werkstoff für diese Bauweise. Der Stahlbau hat das serielle Bauen quasi erfunden. Und der Stahlbau ist der Werkstoff, der uns ermöglicht, schnell und gleichzeitig nachhaltig und recyclingfähig zu Bauen.

Frage 3: Sie sprechen von Rückendeckung als zentrales Versprechen des Verbands. Was bedeutet das konkret und welchen Mehrwert bietet der DSTV seinen Mitgliedern?

Jan Birkemeyer: Wir wollen unseren Mitgliedern sicherlich weiterhin technische Unterstützung in allen Fragen des Stahlbaus bieten. Zunehmend ist aber auch die politische Lobbyarbeit wichtig. Technische Argumente alleine helfen uns derzeit leider nicht immer weiter. Unser Ziel muss es sein, die Stimme des Stahlbaus, des Mittelstandes, der verschiedenen Mitglieder zu bündeln und eine gemeinsame Stimme zu etablieren, die ein einzelnes Verbandsmitglied alleine, ohne Unterstützung des Verbandes vielleicht nicht hätte.