„Die vollständige Veröffentlichung der zweiten Eurocode-Generation ist ein bedeutender Erfolg für die europäische Normung und ein starkes Signal für die Bauwirtschaft“, sagt Gregor Machura, Hauptgeschäftsführer Deutscher Stahlbau-Verband DSTV. „Sie schafft die Grundlage für zukunftsfähiges Planen und Bauen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bauwesens. Gleichzeitig markiert es den erfolgreichen Abschluss eines über viele Jahre hinweg geführten europäischen Normungsprozesses, an dem auch zahlreiche Expertinnen und Experten aus unserem Verband beteiligt waren.“
Vom europäischen Regelwerk in die nationale Anwendung
Fachlich zeichnen sich die neuen Eurocodes durch eine klarere Struktur, konsistentere Sicherheitskonzepte sowie erweiterte Anwendungsbereiche aus. Bestehende Regelungen wurden präzisiert, Redundanzen reduziert und die Normen insgesamt besser handhabbar gemacht, sowohl für erfahrene Ingenieurinnen und Ingenieure als auch für Anwenderinnen und Anwender ohne vertiefte Spezialkenntnisse.
Mit der Veröffentlichung auf CEN-Ebene beginnt nun die nächste Phase der Umsetzung: die Überführung der europäischen Normen in nationale Regelwerke. Bis spätestens September 2027 sollen die Eurocodes in den Mitgliedstaaten implementiert und die bisherigen Normen abgelöst werden.
Für die Baupraxis ergeben sich daraus entscheidende Vorteile: mehr Planungssicherheit, klarere und anwendungsfreundlichere Regelungen sowie erweiterte Möglichkeiten für innovative und wirtschaftliche Lösungen. Die Eurocodes bilden damit nicht nur das zentrale Instrument zur Harmonisierung technischer Standards im Europäischen Binnenmarkt, sondern auch die Grundlage für Qualität, Sicherheit und nachhaltiges Bauen in Europa.
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