Die Entwicklung ist vielversprechend: Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird im Markt – auch in der Stahlbauindustrie – verstärkt nachgefragt. Die Branche, die sich bereits auf dem Weg zur Verwendung von grünem Stahl als Baumaterial befindet, setzt sich aktiv für diesen Wandel auch in den Unternehmen selbst ein, treibt den Diskurs voran und bietet Partnern sowie Kunden eine klare Orientierung. Vor diesem Hintergrund hat die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit aus dem Arbeitsausschuss Fertigung unter der Betreuung von Dr.-Ing. Raban Siebers, Leiter Nachhaltigkeit bei bauforumstahl e.V., in zweijähriger Arbeit das „Grüne DSTV-Gütesiegel“ entwickelt. Das finale Regelwerk wurde nun verabschiedet.
Unternehmen, die bereits das klassische (blaue) DSTV-Gütesiegel besitzen, haben nun die Möglichkeit, zusätzlich das Grüne DSTV-Gütesiegel zu erlangen. Dieses Siegel schafft Transparenz durch marktübliche und standardisierte Nachweise und bietet Kunden, Finanzinstituten und weiteren Interessengruppen eine klare und schnelle Übersicht über die nachhaltigen Aktivitäten eines Unternehmens.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Dazu Dr.-Ing. Raban Siebers: „Das Grüne DSTV-Gütesiegel kann von Stahlbauunternehmen, Montagefirmen im Stahl- und Anlagenbau, Architektur- und Ingenieurbüros, die im Stahlbau tätig sind, Stahlhandelsunternehmen und Stahlherstellern über mehrere Wege erlangt werden. Es gibt zum einen umfassende Dachnachweise, die sofort zu Erteilung des grünen Siegels führen. Falls das Unternehmen keinen Dachnachweis (Responsible Steel, SEE (Standard) oder EcoVadis (mind. Silber) besitzt, kann dies auch Nachweise für einzelne Nachhaltigkeitshemen vorlegen. Hierbei gilt die Regel: Umweltnachweis plus zwei weitere Nachweise aus den Bereichen Soziales, Governance oder Lieferkette. Die detaillierten Anforderungen sind im Kriterienkatalog, den Sie auf unserer Website finden, dargelegt.“
Bereits während der Entwicklung des Regelwerks für das Grüne DSTV-Gütesiegel zeigte sich großes Interesse seitens der Mitgliedsunternehmen. Die vollständigen Unterlagen haben bereits die Unternehmen Wurst Stahlbau und Goldbeck eingereicht. Auch der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel, die TEHA Group und Butzkies Stahlbau haben sich bereits für das Siegel beworben. Weitere Unternehmen – sowohl aus der Arbeitsgruppe als auch aus der Pilotphase – stehen in den Startlöchern.
Detaillierte Informationen über die geforderten Nachweise finden Sie unter https://bauforumstahl.de/gruener-stahl/das-gruene-dstv-guetesiegel
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